04 Stadtkirche

Weitere Informationen zum Optischen Konzert der
Kage Science Art in der Stadtkirche

„Optisches Konzert – Raumzeit“ – Künstler-Familien-Kollektiv „K4I“

Manfred P. Kage (Geboren 1935 in Delitzsch) gehört weltweit zu den herausragenden Persönlichkeiten der künstlerischen und professionellen Mikrofotografie.

In seinem speziellen Arbeitsbereich, der Synthese aus Wissenschaft und Kunst, sowie insbesondere der Multimedia- und der Videokunst hat er frühe und sehr wichtige Leistungen erbracht sowie bahnbrechende Erfindungen und Innovationen kreiert und wird daher auf diesen Gebieten als einer der wichtigsten Pioniere, als Visionär und renommierter Künstler genannt.

Seit 1956 dringt Kage in neue visuelle Sehwelten vor und erreicht bei seinen mikrofotografischen Kunstwerken eine Ästhetik ganz eigener Dimension.

Im Kontext zur subjektiven Fotografie und apparativen Kunst präsentiert Manfred P. Kage seit 1957 seine Werke in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, Performances und Multimediaevents (z.B. bei den Olympischen Spielen, im Museum of Modern Art in New York, auf der Biennale, der EXPO und der ars electronica sowie als ZERO-Künstler).

1966 hatte Manfred P. Kage die Idee zu den Begriffen „Modern Science Art“ und „Science Art“, welche er für seine Kunst prägte. Es folgten 1974 die Begriffe „Video Science Art“ für seine Videokunst und 1977 „REM Science Art“ für seine rasterelektronenmikroskopischen Bildwerke.

Die bis heute von Kage weltweit einzigartige Erfindung seines so genannten „Polychromators“, ab 1967 entwickelte Repro-Kaleidoskope für die Mikrofotografie, sein „Audioskop“, zur Sichtbarmachung von Musik, die Erfindung einer achtkanaligen Lichtorgel für den von Kage 1973 erdachten Großevent „Musik für eine Landschaft“(Vorgänger der „Linzer Klangwolke“) und künstlerische Filme (z.B. Mit Salvador Dalí) ergänzten seine künstlerische Arbeit.

Manfred P. Kage erhielt eine Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, ist berufenes Mitglied der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie), der DFA (Deutsche Fotografische Akademie) und Gründungsmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.).

Neben zahlreichen Preisen und Auszeichnungen wurde Kages Lebenswerk 2012 mit dem Kulturpreis der DGPh ausgezeichnet.
Die Deutsche Post AG würdigte Kages Werk mit der Sonder-Briefmarkenserie „Mikrowelten“.

Bis heute kreiert Manfred P. Kage Neuentwicklungen für seine künstlerische Mikrofotografie, Mikrovideo, der Videokunst und Multimediainstallationen

Der Künstler und Mikrofotograf Manfred P. Kage entwarf bereits 1961 in Verbindung mit der Künstlergruppe ZERO sein Manifest „Zur Realisation des optischen Konzerts“.

Intention Kages war es Naturvorgänge im Mikrobereich durch einen von ihm entwickelten „Optischen Synthesizer“ in einer ästhetisch-künstlerischen Performance zu präsentieren.

Dies realisierte Kage u.a. mit selbstgebauten einzigartigen Projektoren, eigens für ihn gebauten Videosynthesizern sowie Film- und Fotoaufnahmen von mikroskopischen Strukturen. Diese Elemente, welche oftmals in Verbindung mit seiner von ihm entwickelten achtkanaligen Lichtorgel gezeigt wurden, konnten schon damals in Echtzeit und interaktiv wie eine Art Piano-Klaviatur durch Kage abgespielt werden.

Manfred P. Kages „Optisches Konzert“ wird heutzutage in moderner Umsetzung als medialer, abstrakter Lichtraum oder Großprojektion an Kuppeldächer, in Naturräumen und architektonischen Bauten durch die Familie Kage (Künstlerkollektiv „K4I“ – Kage 4 Illumination) meist als synästhetische interaktive Performance mit Livemusik unterschiedlicher Musikkünstler präsentiert.

Die ursprüngliche Idee Manfred P. Kages die optischen Effekte live und in Echtzeit wie eine Art Klaviatur zu spielen ist auch heute zentraler Bestandteil der Performance.

Historische analoge Effekte aus dem Mikrobereich und Aufnahmen der historischen Selbstbauprojektoren Kages werden mit neu erstellten HD- und 4-K-Mikroaufnahmen (z.B. von kristallinen Strukturen) und speziellen, selbst gestalteten digitalen Effekten, welche auf Basis der historischen Effektprojektoren und Mikroaufnahmen Manfred P Kages entstehen, zu einem abstrakten und dennoch realen Farbenrausch-Konzert „Gestern-Heute-Morgen“ kombiniert.

Auf diese Weise eröffnen sich den Betrachtern erstaunliche Sehwelten, welche die unterschiedlichsten Dimensionen und Wirklichkeiten in Raum, Materie und Zeit miteinander verschmelzen lassen.

Innerhalb der Kulturnacht 2019 in Göppingen wird die Familie Kage einen Teil des Innenbereichs der Stadtkirche mit Ihrem „Optischen Konzert – Raumzeit“ bespielen.
Ergänzend erfolgt eine stimmungsvolle Raumillumination.

Zusammen mit weiteren Künstlern aus dem Bereich beispielsweise der künstlerischen Fotografien, der Skulpturenkunst und der Malerei, welche ebenfalls in der Stadtkirche vertreten sein werden, wird das „Optische Konzert“ in Dialog treten.